Löw und Nationalspieler schalten vor Confed Cup ab

Das war wie erwartet eine einseitige Angelegenheit.

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Plattenhardt: Kam für Hector (55.) und war gut im Spiel. Die deutsche Fußball-Nationalelf hatte just San Marino in Nürnberg mit 7:0 (4:0) besiegt, an diesem Samstagabend vor 32.467 Zuschauern im nicht annähernd ausverkauften Frankenstadion den sechsten Sieg in der sechsten Qualifikationspartie zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland eingefahren.

Draxler: Der Kapitän eröffnete das Schützenfest (11.).

Nürnberg. Mit dem höchsten Heimsieg seiner elfjährigen Amtszeit hält sich Joachim Löw nicht lange auf. "Aber man kann gewisse Abläufe einstudieren". Damit bin ich zufrieden. Eine Persönlichkeit, die eine Meinung hat und auch zu dieser steht", sagte Joachim Löw, "zudem hat er auf dem Platz Wucht und Dynamik.

"Es macht auf jeden Fall Spaß". "Es war gut, nochmal Selbstvertrauen zu tanken, auch für die neuen Spieler", sagte Kapitän Draxler.

Das stimmt optimistisch, dass Löws Experimentalkader mit Youngstern und Spätberufenen aus der reichhaltig besetzten zweiten Reihe des deutschen Profifußballs beim am Wochenende beginnenden Confed Cup dem DFB-Anspruch genügen könnte.

Die überforderten San Marinesen, die bis auf eine Ausnahme allesamt als Halbprofis aktiv sind, ließen sich anschließend von einem schnell ausgeführten Freistoß überraschen.

Die gesundheitlichen Beschwerden, die ihn zu Beginn der vergangenen Woche übel aufstießen und zum Stammgast auf der Kloschüssel gemacht hatten waren überstanden, doch der Empfang in der Nürnberger Arena dürfte Timo Werner erneut auf den Magen geschlagen haben.

Germany's midfielder Julian Draxler (R) feiert sein Tor zum 1:0 mit der Mannschaft im Spiel gegen San Marino am 10.06.2017.

Sandro Wagner (links) gab sich mit einem Tor nicht zufrieden. "Jetzt kann der Confed Cup kommen", sagte Kimmich.

Auch den nächsten Wagner-Treffer in klassischer Mittelstürmer-Manier bereitete der bestens aufgelegte Kimmich per Flanke von rechts vor. "Ich gehe zu meiner Familie nach Düsseldorf, dann treffen wir uns in Frankfurt wieder", verrät Younes seinen Plan. So einseitig war die Angelegenheit. Dankbar ist der ehemalige Gladbacher vor allem "dem Trainer und der Mannschaft", dass sein großer Traum, "für Deutschland zu spielen", wahr geworden ist. Danach bestärkte der selbsternannte "beste Stürmer Deutschlands" mit einem Doppelpack sein ohnehin schon großes Selbstvertrauen: Sandro Wagner gelang zunächst mit dem Kopf sein erstes Länderspieltor im zweiten Länderspiel (16.). Kein einziges Tor war damals ein Kopfball, keines fiel nach einer Flanke, nach einer Ecke nur ein Eigentor von San Marino.

Nach allem, was bisher zu sehen war, ist Löws Botschaft bei seinen Kandidaten angekommen. Zwischen den Pfosten stand wie angekündigt Marc-André ter Stegen, der erwartungsgemäß einen ruhigen Abend verlebte.

So war es am 21-jährigen Brandt, mit einem Flugkopfball eine weitere Maßflanke von Kimmich zum 6:0 zu verwerten (72.). Die Leistung von Joshua Kimmich, der ihm beide Kopfballtore vorbereitete, der insgesamt vier Treffer auflegte und an der Entstehung aller sieben direkt beteiligt war? Sein Leipziger Teamkollege Diego Demme durfte auch noch ran - als 94. Debütant der Ära Löw.

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