Bundeskanzlerin Merkel eröffnet G20-Gipfel in Hamburger Messehallen

Zum ersten Mal gebe es einen Entwicklungsplan "für Afrika von Afrika", so Merkel - mit Betonung auf dem "von".

Trump sagte, es sei ihm eine Ehre, Putin zu treffen. Da macht sich Merkel keine Illusionen. Fragen und Antworten zum G20.

Geplünderte Geschäfte, brennende Barrikaden, Wasserwerfer und Tränengas: Im Hamburger Schanzenviertel sind in der Nacht auf Samstag die Proteste gegen den G20-Gipfel eskaliert.

Das Treffen hatte am Morgen mit informellen Beratungen über die Terrorbekämpfung begonnen. Dennoch können Weichen gestellt werden. Kritiker warnen, der US-Präsident mache nicht Amerika wieder stark - sondern China.

Auch jetzt, nach mehreren Begegnungen mit Trump und der verstörenden Erfahrung des Nato- und des G-7-Gipfels, hält sich die Kanzlerin diplomatisch zurück. Die Sicherheitskräfte sahen sich nach eigenen Angaben einem "hochaggressiven" Schwarzen Block von etwa 1000 Linksautonomen gegenüber, die Veranstalter der Demonstration "Welcome to Hell" sprachen von "Überreaktionen" auf Seiten der Ordnungshüter. "Aber so professionell. Und ohne große Störung, abgesehen von einer ganzen Menge Leute". Sie zeigte sich empört über die Ausschreitungen von Linksradikalen: "Die entfesselte Gewalt und ungehemmte Brutalität, auf die die Polizei in diesen Tagen des G20-Gipfels immer wieder getroffen ist, verurteile ich auf das Schärfste".

Die G20-Kritiker setzen ihren alternativen Gipfel in Hamburg fort - auf der Suche nach Alternativen zur aktuellen Weltpolitik. "Dieses Debakel ist auch ihr Debakel", schrieb die Boulevardzeitung "Bild" in einem Kommentar.

Falls es zu Straßenschlachten kommen sollte, werden wohl Massenfestnahmen folgen. Die Tochter von Donald Trump, Ivanka, hatte diese Initiative maßgeblich unterstützt. Erdogan sagte bei seiner Abschluss-Pressekonferenz, er habe der Bundeskanzlerin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron deutlich gemacht, dass das Klimaabkommen nicht vom türkischen Parlament ratifiziert werde, "solange die uns gegebenen Versprechen nicht erfüllt werden". Ein G20-Gipfel müsse schon wegen der nötigen Hotelkapazitäten in einer Großstadt ausgerichtet werden.

Genervt sein und sich verbarrikadieren, wenn man den vielen Reportagen und Straßenbefragungen in deutschen Medien glaubt. "Wir haben in einigen Bereichen durchaus gute Ergebnisse erzielt", sagte sie. Manche Häuser mussten sogar Vertraulichkeitserklärungen unterzeichnen, damit über ihre hochrangigen Gäste vor dem Gipfel nichts nach außen dringt.

"Wir bedauern - ich sag das für Deutschland jedenfalls, dass die Vereinigten Staaten aus dem Abkommen ausgetreten sind."
Erdogan hatte Merkel in dem Zusammenhang "Nazi-Methoden" vorgeworfen.

Für die Gipfelteilnehmer und ihre Partner findet ein Konzert statt. Beim Gipfel waren auch zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppen vertreten.

Das steht erst fest, wenn es vorbei und abgerechnet ist. Mindestens ein Auto ging in Flammen auf. Die Gesamtkosten sollen mit rund 130 Millionen Euro zu Buche schlagen. Es geht in Hamburg um Schadensbegrenzung.

Der NSA-Whistleblower Edward Snowden deckte eine besonders heikle Facette der Gipfel auf: die Spionage unter Freunden.

Die Befragung ist Teil einer internationalen Umfrage von Pew Research in 37 Ländern. "Ein totaler Quatsch, den G20 ausgerechnet hier zu veranstalten", sagte gestern ein junger Beamter.

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