G20-Gipfel in Hamburg versinkt in Gewaltexzessen

Die Polizei rechnete mit bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten.

Am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg ist es zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten mit Verletzten auf beiden Seiten gekommen.

Ein friedliches Fortführen der Demo sei weiterhin möglich, betonte sie.

Vor allem gegen ihn richtet sich der Zorn vieler Demonstranten.

Erwartet wurden insgesamt etwa 10.000 Linksautonome. Eigentlich hätte der Demozug schon um 19 Uhr starten sollen. Am Hamburger Fischmarkt hatte es am Nachmittag zunächst Musik und Redebeiträge gegeben. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hatte sich als Redner angekündigt.

Die Hamburger Polizei forderte angesichts der massiven Ausschreitungen weitere Kräfte aus anderen Bundesländern an. Einige warfen Flaschen. Es entwickelte sich ein Katz- und Mausspiel zwischen Sicherheitskräften und Randalierern, das sich über verschiedene Straßen erstreckte. Ein Geschäft einer Drogerie-Kette und ein Supermarkt wurden geplündert. Mit mehreren Wasserwerfern und Räumfahrzeugen gingen die Polizei gegen die Krawallmacher vor. Die Feuer im Schanzenviertel sind meterhoch. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Das Gros der aus Hessen entsandten Polizisten stellt die Bereitschaftspolizei, auch Wasserwerfer, Taucher, Polizeiboote, ein Hubschrauber und ein Polizeiflugzeug sind dem Ministerium zufolge dort. Die Polizei habe mit einem erheblichen Gewaltpotenzial gerechnet und sich auf alle erwartbaren Szenarien vorbereitet, sagt er.

Le Figaro: "G20: Auseinandersetzungen zwischen Polizei und "Antis" in den Straßen von Hamburg". In der Nacht auf Samstag war es dann zu schweren Krawallen im Schanzenviertel gekommen. "Die Situation ist sehr ernst", teilte die Polizei beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Verstärkt würden von der Polizei die Verkehrswege nach Hamburg kontrolliert.

Seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel wurden einem Polizeisprecher zufolge 288 Menschen festgenommen oder in Gewahrsam genommen. Bei Aktionen am Donnerstagabend waren mindestens 111 Polizeibeamte verletzt worden, bis zum zum Freitagmittag stieg die Zahl nach Angaben von Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD). Er will unter anderem mit dem Führungsstab der Polizei sowie mit Polizisten einer Einsatzhundertschaft sprechen. Manche von ihnen sind am Flughafen stationiert oder kümmern sich um den Verkehr.

Auslöser des Einsatzes war einem Sprecher zufolge, dass am Pferdemarkt Flaschen und Steine auf die Einsatzkräfte geworfen worden seien. Es wurden knapp 500 Beamte und Dutzende Demonstranten verletzt. Die Zuarbeiter der Staats- und Regierungschefs sollten über Nacht versuchen, über ein Abschlusspapier abzustimmen, kündigte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an. "Das sind keine Demonstranten, das sind Kriminelle". Mit politischen Motiven hätten die Attacken, Plünderungen und Brandstiftungen "von Chaoten aus Deutschland und Europa" nichts zu tun. In dem Netzwerk bestehe Einigkeit darüber, dass von eigenen Aktivitäten keine Gewalt ausgehe.

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