Scholz denkt nicht über Rücktritt nach

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kam am Morgen in die Hansestadt.

Sowohl Scholz als auch Altmaier unterstrichen die Bedeutung von informellen Treffen der Akteure auch auf der Weltbühne.

Seit 2011 ist Scholz Bürgermeister in Hamburg. FDP-Fraktionschefin Katja Suding sprach von einem "völlig unzureichenden G20-Sicherheitskonzept", das Scholz zu verantworten habe.

Scholz wie auch Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) haben G-20-Gipfeltreffen gegen Kritik verteidigt.

Scholz: "Es ist offensichtlich, dass es kaum jemanden in der Stadt geben wird, der diesen G20-Gipfel nicht bemerkt hat".

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer zog unterdessen eine gemischte Bilanz des Einsatzes mit mehr als 20.000 Polizisten zum G-20-Gipfel. Der G20-Gipfel wurde in Zusammenarbeit mit der SPD organisiert. "Aber wie anders soll es denn überhaupt Fortschritte geben?", fragte er. "Wir müssen als Demokratie in der Lage sein, ein wichtiges Treffen zu organisieren und vorzubereiten". Zugleich bedankte er sich bei den Hamburgern für ihre Solidarität mit verletzten Polizisten.

Sie haben ausdrücklich für die Sicherheit beim Gipfel garantiert.

Als Scholz ausweichend antwortet und von bedrückenden Ereignissen spricht, unterbricht der Reporter: "Ich habe nicht gefragt, ob das bedrückend ist, sondern ich habe nach politischen Konsequenzen gefragt". Scholz machte sich für eine harte Bestrafung der Täter stark.

Scholz selbst hatte sich am Freitag sehr besorgt über die schweren Ausschreitungen geäußert.

Innensenator Grote sagte NDR Info, symbolhafte Reaktionen wie Rücktrittsforderungen würden nicht weiterhelfen. Die Polizei sei "verheizt" worden, erklärte Schütz. Er könne nicht verstehen, "wenn jetzt oder in den nächsten Tagen die wirklich heldenhafte Tätigkeit der Polizei kritisiert wird". "Es ging um Leib und Leben der Beamten", zieht er eine vernichtende Bilanz. "Wir werden genau sehen müssen, wer für was Verantwortung hat". Die Krawalle mit schlimmen Verwüstungen und Plünderungen in der Hamburger Innenstadt verurteilte sie aufs Schärfste: "Blindwütige Gewalt kann nicht geduldet werden". "Wir müssen deshalb im Vorfeld solcher Veranstaltungen an den Grenzen noch stärker kontrollieren und konsequent Einreiseverbote verhängen, um zu verhindern, dass sie in unser Land gelangen".

Schließen Sie morgen die Rote Flora? -Mai-Krawalle im Schanzenviertel. Wieso habe die Polizei nicht von Anfang an Kräfte vor dem linksautonomen Kulturzenturm "Rote Flora" stationiert? In Deutschland können das nur wenige Städte, Hamburg gehört dazu. "Umso bedrückender ist es, dass das in einigen Stadtvierteln offensichtlich dennoch nicht gelungen ist". "Das wollten wir so nicht". Mehr als 200 verletzte Polizisten seien ein deutliches Zeichen.

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