Karriere-Pole für Hamilton

Und doch gibt es vor dem Formel-1-GP von Malaysia Dinge, die den Deutschen noch hoffen lassen.

Neben dem Briten (28 Punkte Vorsprung in der WM auf Vettel) startet Kimi Raikkönen (37) von Startplatz zwei - mit nur 45 Tausendstel Rückstand.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat den Großen Preis von Malaysia in Sepang gewonnen.

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes nutzte die Probleme seines Rivalen perfekt und sicherte sich die 70. In Angriffslaune sind freilich auch beide Red-Bull-Piloten. Letztmals einen WM-Punkt hatte es für Sauber Ende Juni beim chaotischen Grand Prix in Aserbaidschans Hauptstadt Baku gegeben.

Valtteri Bottas im zweiten Mercedes belegt Rang fünf (+0,682).

Der Bolide des Ex-Weltmeisters, der sich im Qualifying den zweiten Startplatz gesichert hatte, wurde aus der Startaufstellung in die Boxengasse geschoben. Saisonrennens in die Garage zurück geschoben werden. "Woher das kommt, wissen wir noch nicht", sagte Vettel, der gleich nach der ersten Ausfahrt wieder an die Box musste und keine gezeitete Runde drehen konnte.

Eine Strafe, eine Rückversetzung in der Startaufstellung hätten sich die Roten erspart, weil es erst der vierte Tausch war, für die restliche Saison kann der vorgezogene Wechsel aber ein Nachteil sein. Aber im diesem dritten Zeitlauf wurde Vettel immer langsamer. Pole in seiner Karriere. Pole-Position insgesamt und die vierte de suite in Malaysia. Verstappen setzte sich vor Bottas auf Position zwei, dann folgten Ricciardo und Vandoorne. Sebastian Vettel hingegen legte eine spektakuläre Aufholjagd hin. In der Folgezeit holte er einen Platz nach dem anderen auf. Vor allem Max Verstappen, der seit diesen Samstag 20 Jahre alt ist. "Die ersten drei Kurven sind wirklich eng, aber wir haben ein wirklich gutes Auto".

Vettel arbeitete sich indes durchs Feld weiter nach vorn. Die restlichen Strecken in Suzuka, Austin usw. sind allesamt Mercedes-Strecken, wo Hamilton in den Vorjahren dominierte. Nach fast der Hälfte der 56 Runden hing Vettel als Fünfter am Heck von Bottas. Vettel schien schon nach einem Viertel des Rennens in den Top 10 auf, bei Rennhälfte war er bereits Vierter. Der Heppenheimer hatte den Vorteil, im Vergleich zu den Konkurrenten mit den schnelleren Supersoft-Reifen unterwegs zu sein. Seitdem wir die Plätze eins und drei eingefahren haben, lag unser Hauptaugenmerk auch innerhalb des Teams auf den schmerzhaften Momenten des Wochenendes in Singapur - warum wir auf den Long Runs am Freitag zu kämpfen hatten und warum unsere Performance auf einer Runde im Qualifying nicht stimmte. Demnächst müsste Vettel auf die Strecke, denn er muss noch eine Aufwärmrunde fahren.

Doch dann der Schock: Auf der Auslaufrunde krachte Vettel dem Williams von Lance Stroll (18) rein.

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