Nach Orkan "Xavier": 7 Tote und Bahnverkehr noch immer eingestellt!

Tief „Xavier“ zeigt seine Kraft.

So hat die Nordwestbahn den Betrieb aller vier Regio-S-Bahn-Linien eingestellt.

Erfurt - Das Sturmtief "Xavier" hat auch den Feuerwehren in Thüringen einige Arbeit verursacht. Sieben Menschen starben, darunter auch die Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel.

Im Kreis Oder-Spree fiel ebenfalls ein Baum auf einen fahrenden Wagen und tötete einen 33-jährigen Mann.

Dieses Fahrzeug wurde in Hamburg von einem umstürzenden Baum regelrecht zermalmt.

Viele Reisende stiegen angesichts der Streckensperrungen im Fernverkehr auf Reisebusse um.

Laut Bahn läuft der Nahverkehr teilweise wieder an, insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Das teilte ein Bahnsprecher mit. Hunderte Menschen saßen in Zügen fest, weil es Schäden auf der Strecke gab. Insgesamt wurde die Feuerwehr zu mehr als 650 sturmbedingten Einsätzen in der Stadt und Region ausgerufen. Im Nachbarland Polen kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

Sturmtief "Xavier" beeinträchtigt das Leben in MV auch am Freitag. Todesursache: ein umgefallener Baum, der an der Kreuzung Heiligenseestraße gegen 17:30 auf das Auto stürzte.

Eine Frau steht neben einem umgestürzten Baum an. Die Einstellung des Verkehrs könnte sich auf das gesamte Netz der Deutschen Bahn (DB) auswirken, sagte ein Sprecher.

Das Sturmtief brachte den Bahnverkehr in ganz Norddeutschland zum Erliegen. Über mehrere Kilometer wurden die Oberleitungen beschädigt. Auch Teile von Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern waren von Zugausfällen betroffen.

Flugreisende mussten ebenfalls Einschränkungen hinnehmen. Bis Freitagabend zählte sie rund 2.600 Einsätze wegen des Sturms, knapp 600 unerledigte Fälle mussten die Helfer noch abarbeiten. Der Flughafen Bremen meldete drei gestrichene Flüge. Auf dem zentralen Drehkreuz am Hauptbahnhof Hannover bildeten sich am Samstagmorgen erneut lange Schlangen vor den Informationsschaltern. Die S-Bahn fuhr nicht mehr zum Airport.

Auch Tage nach dem heftigen Unwetter ist der Zugverkehr in vielen Regionen aus dem Takt. Xavier war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) einer der schlimmsten Stürme der vergangenen Jahrzehnte hier zu Lande. Die Feuerwehr hat in Berlin den Ausnahmezustand am Nachmittag ausgerufen. Tausende Bäume sind umgestürzt, die Feuerwehren weiter im Dauereinsatz. Die meisten Menschen erwischte es dabei im Auto. Auch könne es wegen des Sturms zu Verspätungen bei den Flügen kommen.

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