Vettel mit erster Japan-Bestzeit vor Hamilton

In Suzuka ist die Pole besonders wichtig, denn auf dieser Strecke sind Überholmanöver sehr schwierig. Es war die 71. seiner Karriere.

In der ersten Session hatten die Fahrer noch sichtlich Probleme mit der Strecke.

Vettel speist seinen Optimismus aus der Tatsache, dass er bei den beiden jüngsten Rennen eigentlich über das schnellere Auto im Vergleich zu Hamilton verfügt hat. Dafür verlieren die Österreicher den GPS-Daten zufolge im letzten Sektor eine halbe Sekunde auf die Silberpfeile - eine Schwäche des Renault-Motors, die sich bisher noch nicht hat abstellen lassen.

Bei Bottas wurde ebenfalls das Getriebe getauscht, auch er wird in der Startaufstellung um fünf Plätze auf Rang sieben nach hinten versetzt. Nach einem durchwachsenen Start ist Red Bull mittlerweile das Team, das die größten Fortschritte im Verlauf der Saison gemacht hat. Der wies im Qualifying zwar nur die drittbeste Zeit auf, profitiert aber von einer Fünf-Plätze-Strafe von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Nur um Zentimeter rauschte er an der Leitplanke vorbei. Vettel war dagegen auf den schnelleren Supersoft-Reifen unterwegs. Grosjean bleibt unverletzt, die Qualifikation wird aber 1:18 Minuten vor dem Ende von Abschnitt eins unterbrochen und nicht mehr wieder freigegeben. Der Haas war zerstört, die Stewards schwenkten die roten Flaggen: Abbruch. Stroll 3,624. Ohne Zeit, nur Installationsrunden gefahren: Räikkönen, Hülkenberg, Palmer, Ericsson, Vettel, Alonso, Wehrlein, Sainz, Vandoorne.

"Das war ein super Tag, jede Runde war fantastisch", sagte Hamilton.

Die Rechnung ist einfach: Wenn Vettel alle fünf noch ausstehenden Rennen gewinnt, reicht es aus eigener Kraft zu Titel Nr.

Vettels Suzuka-Trainingsfahrt im Regen.

Die finalen zwölf Minuten nahmen erneut die beiden Mercedes als erste ihre schnellen Runden in Angriff. Toto Wolff ist zuversichtlicher, weil bei den Silberpfeilen konstruktiv gearbeitet wurde: "Die Abschlussbesprechung am Sonntagabend in Kuala Lumpur war extrem gut".

Der WM-Leader setzt sich in Suzuka mit einer Zeit von 1:27,319 Minuten durch und verweist Valtteri Bottas mit 0,332 Sekunden Rückstand auf Platz zwei.

Der letzte Schuss der Topfahrer wurde spannend: Konnte Vettel noch einmal zurückschlagen?

Allerdings haben sich die Silber-Hoffnungen, mit zwei Autos vorne zu starten und Vettel wieder in einen Fehler zu hetzen, zerschlagen.

Im blauen Kampf-Kimono wirkt Max Verstappen (20) noch gefährlicher als im Red-Bull-Overall. Denn nach Vettels Problem im Qualifying brachten ähnliche Schwierigkeiten seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen um den Rennstart.

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