Jovics Hackentor bringt die Eintracht ins Finale

So friedlich das Revier-Derby, so gewalttätig das Pokalspiel zwischen Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (0:1): Bei den Ausschreitungen, die es nach dem Abpfiff am Mittwoch zwischen gewaltbereiten Schalke-Anhängern und Eintracht-Randalierern zunächst im Stadion gab, bevor sich die Aggressionen auf den Parkplätzen fortsetzten, wurden sieben Polizisten verletzt. "Wir gehen mit einer breiten Brust ins Spiel und werden alles reinwerfen, um dieses Duell für uns zu entscheiden", sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco. Tief in ihm wird er von Genugtuung beseelt gewesen sein - verständlich nach diesen Tagen, in denen die Ankündigung seines Wechsels zum FC Bayern nach seinem halbherzigen Treue-Bekenntnis zu Eintracht Frankfurt den Verein durchgeschüttelt hatte. Die Königsblauen verpassten dagegen den insgesamt 13. Gegner in der Veltins-Arena ist Eintracht Frankfurt. Bei der folgenden Ecke kam Guido Burgstaller zum Kopfball.

Er versuche, das Thema auszublenden: "Der Fokus gilt einzig allein dem morgigen Spiel und den nächsten Wochen". Tedescos Ärgernis war die Art und Weise, wie seine Truppe auftrat. Was uns der ein oder andere reinsingen wollte, hat aber nicht funktioniert. Und auch die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Warum auch, wenn man mehr als den 2. Platz sowieso nicht erreichen kann. Frankfurt legte Kompaktheit und Zweikampfhärte an den Tag. Nach einer Ecke von Jonathan de Guzmán sprang Jovic in den Ball schoss ihn ins Tor. Sein Traumtor weckte Schalke auf. S04 rannte nun an, und traf in der Nachspielzeit tatsächlich: Der eingewechselte di Santo nahm den Ball im Strafraum - mit der Brust, nahe der Schulter - aus der Luft und traf mit einem Schuss unter die Latte, doch Referee Hartmann entschied auf Handspiel (90.+4). Nach einer Roten Karte gegen den erst 33 Sekunden (!) zuvor eingewechselten Ex-Freiburger Gelson Fernandes (81.) wegen groben Foulspiels an Leon Goretzka überstand Frankfurt die Schlussphase sogar in Unterzahl.

Erst der Derbysieg, dann der Einzug ins Pokal-Finale. So wird es zumindest bis 2019 bleiben.

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