Kriegsdrohung gegen Syrien: "Barbarischer Angriff!" Donald Trump droht "Schlächter" Assad mit Militärschlag

Die Berichte aus der von Rebellen kontrollierten Stadt Duma in Ost-Ghuta über einen Angriff seien "fake news". Das russische Außenministerium erklärte, russische Stellen hätten am Angriffsort in Douma keine Spuren chemischer Kampfstoffe entdeckt. Der Grund dafür ist mal wieder eine angebliche Chemie-Attacke in Syrien, diesmal in der Stadt Duma.

In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats griffen er und seine amerikanische Kollegin Nikki Haley sich am Montag direkt an.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, am Dienstagmorgen seien mehr als 65 Busse im Norden Syriens eingetroffen. Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben, hieß es. US-Regierungsvertreter sagten zur Nachrichtenagentur Reuters, die USA strebten im Falle eines Militäreinsatzes eine Kooperation mit Partnern an. Zuvor hatte Damaskus die USA verantwortlich gemacht. Russland kündigte an, bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats einen Vorschlag für eine "transparente und ehrliche" Untersuchung vorzulegen. Es handle sich um einen "abscheulichen Angriff" auf Zivilisten. "Wir nutzen das Veto, um internationales Recht, Frieden und Sicherheit zu wahren und sicherzustellen, dass Sie den Sicherheitsrat nicht in Ihre Abenteuer hineinziehen", sagte Nebensia. Nichtsdestotrotz werde die Situation genau beobachtet.

Steckt Israel hinter Angriff auf Militärbasis?

UN-Ermittler haben 33 C-Waffen-Angriffe in Syrien dokumentiert, 27 haben sie der Assad-Regierung zugeschrieben. Die Berichte konnten vorerst nicht unabhängig verifiziert werden. Die israelische Armee äußerte sich wie in früheren Fällen nicht zu den Vorwürfen.

Ein US-Militärschlag gegen Syrien würde nach russischer Darstellung "schwerwiegende Folgen" haben. Frankreich tausche sich mit Partnern aus, vor allem mit den USA und mit Großbritannien. Für den zweiten von Russland eingebrachten Entwurf stimmten fünf Mitglieder und vier dagegen.

Die USA machen die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den Angriff verantwortlich.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wies indes Forderungen Russlands nach einer Rückgabe der nordsyrischen Region Afrin an die Regierung in Damaskus scharf zurück.

Nach dem Vorfall in Duma kam es am Montag zu einem schweren Raketenangriff auf einen syrischen Militärflugplatz, für den Syrien, Russland und der Iran Israel verantwortlich machen. Die Opposition vermutet, dass das syrische Militär Chlorgas abgeworfen hat (siehe Artikel unten). Trump hatte bereits vor einem Jahr als Vergeltung für einen tödlichen Chemiewaffenangriff in der Kleinstadt Chan Scheichun einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bombardieren lassen.

Den Assad-Truppen wird seit Jahren immer wieder der Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen. Darüber solle im Laufe des Tages beraten werden. Noch vor Tagen hatte der Präsident von einem Rückzug der USA aus dem Syrien-Krieg gesprochen.

Der US-Präsident sprach am Montag von einem "barbarischen" Angriff.

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