Apple steigert iPhone-Absatz, Mac-Verkäufe stagnieren

Das "X" generierte, wie schon im Quartal zuvor, die meisten Verkäufe. Einige Analysten hatten verstärkt gefordert, mehr in die Entwicklung neuer Produkte zu investieren, um sich breiter aufzustellen. Besonders zufrieden zeigt sich Cook mit den guten iPhone-Umsätzen, der Service-Sparte wie auch mit der Apple Watch.

Zuvor war die Aktie seit Mitte April noch stark abgesackt, nachdem gleich mehrere wichtige Zulieferer schwache Prognosen zum Smartphone-Geschäft abgegeben hatten. Zuletzt gab es Spekulationen darüber, dass sich das mehr als 1000 Dollar teure Luxus-Smartphone nicht so gut wie erwartet verkauft. Laut Apple-CEO Tim Cook wurden weltweit in jeder einzelnen Woche der letzten drei Monate mehr Einheiten vom iPhone X als von jedem anderen iPhone-Modell verkauft. Den zunehmenden Gerüchten über schleppende Verkäufe wegen des angeblich zu teuren iPhone X wurde der Wind aus den Segeln genommen. Dieser liegt im zweiten Quartal bei 728 US-Dollar statt 655 US-Dollar im Vorjahr. Hier stieg der iPhone-Absatz im Vergleich zum Vorjahr zwar "nur" im Rahmen der Analystenerwartungen um 2,8 Prozent auf 52,5 Millionen. Eine neue Aktienrückkauf-Ermächtigung in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar und eine Erhöhung der Quartalsdividende um 16 Prozent sei beschlossen worden. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen ist die Apple-Aktie wieder um bis zu sieben Prozent nach oben geklettert. Im dritten Geschäftsquartal 2017 lag der Umsatz bei 45,4 Milliarden US-Dollar und die Gewinnmarge bei 38,5 Prozent. Zugleich waren die Erlöse aber um 28 Prozent niedriger als im Weihnachtsquartal. Verschiedene Apple-Angebote hätten jetzt 270 Millionen zahlende Abo-Kunden, sagte Konzernchef Tim Cook. Insgesamt will das Unternehmen aus Cupertino sein Programm zur Rückführung von Kapital um 100 Milliarden Dollar ausbauen. Da dazu aber neben der Apple Watch auch die AirPods gezählt werden, kann es gut sein, dass ein Großteil des Wachstums bei den "Other Products" auf die leicht zu verlierenden Ohrstöpsel zurückgeht. Der iPhone-Konzern kündigte den bereits erwarteten Schritt am Dienstag im Nachgang der US-Steuerreform an. Seit 2012 hat das Unternehmen insgesamt 275 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe und Dividenden ausgegeben. Davon wurden noch rund 25 Milliarden Dollar nicht umgesetzt.

Weiter positiv entwickelte sich zudem die zweistellig wachsende Servicesparte iTunes, die dank steigender Abonnements von Apple Music, der iCloud und vor allem des App Stores die Erlöse um respektable 30 Prozent auf bereits 9,2 Milliarden Dollar steigern konnte. Es triebt zwar kurzfristig den Aktienkurs.

Unterm Strich ist Apples Umsatz im zweiten Finanzquartal 2018 um 15,58 Prozent von 52,896 auf 61,137 Milliarden US-Dollar (50,915 Milliarden Euro) gestiegen.

Durch den Kurssprung klettert der Börsenwert von Apple auf 860,1 Milliarden Dollar. Zuvor lag man bei etwa 630 Dollar.

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