Real Madrid im Champions-League-Finale gegen FC Liverpool

Die Reds stehen trotz des kuriosen 2:4 (2:1) in Rom im Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid am 26. Mai in Kiew. Weil Klopp gesperrt war, trat er am 1. Oktober 2013 notgedrungen für ein Spiel aus dem langen Schatten seines Freundes.

Ja, die Spieler der Roma glaubten daran, dass ihnen das zweite Römer Wunder der Saison gelingen könnte. Wir mussten heute das erste Mal etwas Glück in Anspruch nehmen aber das gehört halt auch dazu.

Der Liverpool-Trainer erklärt weiter: "Wir hätten verschiedene Situationen viel besser ausspielen müssen, waren vorne häufiger im 3:3". Im Rückspiel aber erlebten die Katalanen ihr Waterloo, die Italiener schossen das große Barca mit 3:0 aus dem Stadio Olimpico und aus der Champions League.

Edin Dzeko netzt zum 2:2 ein.

Nach toller Vorarbeit des früheren Hoffenheimers Roberto Firmino gelang Mane sein neunter Treffer im laufenden Wettbewerb.

Rom. Als der Abpfiff ertönte, als das Spiel vorbei war und die Fußballer des FC Liverpool ausgelassen über den Rasen von Rom hüpften, gab es auch für ihren Trainer kein Halten mehr: Jürgen Klopp raste aufs Feld, klatschte in die Hände, beglückwünschte seine Spieler. Damals unterlag er in Wembley mit Borussia Dortmund 1:2 gegen den FC Bayern.

Zuvor hatte sich Naingolan einen Fehlpass an der Mittellinie geleistet - und dann machte der FC Liverpool das, was er bekanntermaßen am besten kann. Der Erzrivale von Real Madrid hatte sich nach einem 4:1 im Hinspiel bereits in der Vorschlussrunde gewähnt. Mal den Henkelpott gewinnen will, wäre ein Triumph in der Ukraine der sechste Sieg von Europas wichtigster Club-Trophäe für den Traditionsclub aus dem Nord-Westen Englands.

Für Liverpool ist das Erreichen des Finals der Königsklasse ein grosser Erfolg. "Real hatte gestern auch Glück, von daher geht das auch mal für uns in Ordnung", sagt Klopp. Dejan Lovren schoss seinem Teamkollegen James Milner gegen den Kopf, von dort flog der Ball in den Kasten. Doch das große römische Aufbäumen folgte nicht.

Sorgen bereitet den Römern indes ihr ehemaliger Stürmer Mohamed Salah, der jetzt in Liverpooler Diensten steht. Die letzten beiden Tore waren wie Zahnweh, das braucht niemand.

Nachdem es am Rande des Hinspiels zu schweren Krawallen gekommen und ein LFC-Fans durch Roma-Hooligans lebensgefährlich verletzt worden war, blieb es am Dienstag in der ewigen Stadt vor dem Anpfiff überwiegend ruhig. Einmal nach einem Handspiel im Strafraum, ein anderes Mal als Karius Dzeko von den Beinen holte und zuvor fälschlicherweise eine Abseitsposition gepfiffen. Aber die Tore kamen zu spät. Einen solchen präsentierte Henderson, als er Mané nach einem energischen Spurt an der linken Seite den Ball zur nächsten Großchance vorlegte.

Vier Treffer hätten die unterlegenen Gastgeber in der verbleibenden Spielzeit benötigt, um sich in die Verlängerung zu retten - es gelangen ihnen nur noch drei, zwei davon in den Schlussminuten durch Radja Nainggolan mit einem Distanzschuss (86.) und einem (geschenkten) Handspenalty (94.).

So agierte Liverpool praktisch bis zum Schlusspfiff im Kraftspar-Modus.

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