Alle 13 Eingeschlossenen aus Höhle in Thailand befreit

Acht Jugendliche und ihr Trainer warten noch auf ihre Rettung aus der Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes an der Grenze zu Myanmar. Spezialtaucher holten die ersten sechs Mitglieder ins Freie - das teilten die Thai Navy Seals und thailändische Behörden mit. Australische Sanitäter hätten die Höhle am Sonntag betreten, um den Gesundheitszustand der Jungen zu bewerten.

"Die Operation heute lief sehr problemlos", sagte Narongsak und fügte hinzu, die Rettungsaktion werde in 10 bis 20 Stunden fortgesetzt. Die Einladung des Weltfußballverbandes FIFA, beim WM-Finale am Sonntag dabei zu sein, werden sie damit nicht annehmen können.

Nach Angaben der behandelnden Ärzte geht es den Kindern den Umständen entsprechend gut. "Alle waren auf ihren Posten und taten genau, was sie sollten". Sie wollten nach einem Trainingsspiel einen Höhlen-Ausflug machen, doch plötzlicher Starkregen überraschte sie und machte eine Rückkehr unmöglich. Nach neun Tagen in der Höhle waren die Jungen am 2. Juli abgemagert und geschwächt gefunden worden. Es ist Regenzeit in Thailand.

Vor dem Prachunakroh-Krankenhaus in der knapp 60 Kilometer entfernten Stadt Chiang Rai stellten Arbeiter Planen auf, die Sichtschutz bieten sollten. Die Helfer müssen ihre Suche wegen des steigenden Wassers abbrechen.

Soldaten pumpen mit Hilfe von Schläuchen Wasser aus der Höhle.

Auf Instagram veröffentlichte Musk ein Video der überschwemmten Höhle im Norden Thailands mit Rettungskräften. Die Jungen sollen nach und nach einzeln herausgebracht werden. Die Mission ist hochgefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen.

Nach 17 Tagen in einer dunklen Höhle sind die zwölf Spieler einer thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer alle gerettet. Seitdem saßen sie im Inneren der Höhle in der Provinz Chiang Rai fest. Am Montag war zu beobachten, wie eine erste Gruppe von Zivilisten eingelassen wurde. "13", antwortet einer der Jungs. Seit Sonntag gelang es den Tauchern nach und nach, acht Jungen in Sicherheit zu bringen. Zusätzlich werden sie mit Trinkwasser, Decken und Essen versorgt.

Auch ohne den drohenden erneuten Regen war die Rettungsaktion äußerst kompliziert und risikoreich. Von außen könnten Tunnel durch den Fels bis zu den Jungen gebohrt werden. Sie bieten kostenlose Massagen und Haarschnitte an oder betreiben kleine Garküchen.

Insgesamt waren etwa 90 Taucher im Einsatz. Außerdem sank der Sauerstoffgehalt in der Höhlenkammer, in die sich die Fußballmannschaft geflüchtet hatte. Der Weg zu den Jungen ist kräftezehrend.

Die Kinder sind nach mehr als zwei Wochen in der Höhle ohnehin bereits traumatisiert - es wäre fatal, wenn auch nur einer von ihnen auf dem Weg nach draussen in Panik geraten würde.

Kilometer lang ist in etwa die Strecke, die die Jungen, ihr Trainer und die Rettungstaucher bis zum Höhlenausgang zurücklegen mussten.

Mehrere befreite Jungen wurden sofort ins nächstgelegene Krankenhaus geflogen, wie die thailändische Zeitung "Bangkok Post" berichtete.

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