Elon Musk will bei Rettung der Kinder mit Mini-U-Boot helfen

Die Behörden informierten die Familien lediglich, dass sie sich für einen Krankenhausbesuch bereit halten sollen. Sie werden derzeit in einem Krankenhaus in der Stadt Chiang Rai behandelt. Wie die thailändische Zeitung "Bangkok Post" am Sonntagabend (Ortszeit) berichtete, wurden die beiden Buben dann in einem Hubschrauber ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht.

Die Jungen, die seit zwei Wochen in der Höhle festsitzen, habe ihren Eltern Briefe geschrieben. Außerdem können viele der Eingeschlossenen offenbar nicht einmal schwimmen - geschweige denn tauchen. Zuletzt hatten Rettungskräfte eine kilometerlange Sauerstoffleitung in den Raum der Tham-Luang-Höhle verlegt, in dem die Gruppe festsitzt.

Zwei weitere und ihr Fußballtrainer warten demnach noch auf ihre Rettung. Sie befinden sich in ärztlicher Behandlung.

Insgesamt waren an der Aktion 18 Taucher beteiligt. Darunter ist ein australischer Mediziner, der dort ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Die Zeit drängt, denn nach erwarteten neuen Regenfällen könne das Wasser bis zum Zufluchtsort der zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihres 25-jährigen Trainers steigen, sagte Narongsak.

Nachdem sie nicht vom Training zurückkehrten, waren die zwölf jungen Spieler der "Wild Boars" am 23. Juni als vermisst gemeldet worden.

Die Rettung der Jugendmannschaft, die in etwa vier Kilometer Tiefe festsitzt, gilt als äußerst gefährlich.

Bei der gestrigen Rettung der ersten vier Kinder kam Musks Vorschlag wohl nicht zum Einsatz, zumindest ist bisher davon nicht die Rede. Die sinkenden Wasserstände dürften den Rettern die Arbeit am Sonntag allerdings tatsächlich erleichtert haben: So konnten die Jungen auf ihrem Weg vermutlich längere Strecken gehen als befürchtet.

Der Einsatz heute soll der letzte in der Höhle sein: "Wir planen, die vier Jungen und den Trainer herauszubringen", sagte der Leiter des Rettungseinsatzes, Narongsak Osottanakorn. "Die Jungen sind körperlich, seelisch und psychisch bereit, herauszukommen". Damit war die genaue Zahl der Geretteten unklar: Frühere Aussagen der Katastrophenschutzbehörde, wonach bereits sechs Buben aus der Tham-Luang-Höhle gebracht wurden, bestätigte der Einsatzleiter und Provinzgouverneur nicht. Mehr als 1000 Journalisten aus aller Welt, die das Drama zum Teil schon seit Beginn verfolgen, mussten die Gegend verlassen. Schlechte Wetteraussichten hatten zuletzt den Druck erhöht. Allerdings sollte es am Samstag regnen und das Wochenende über zu teils heftigen Niederschlägen kommen. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison.

Während Einsatzkräfte weiterhin nach Öffnungen an der Höhlendecke und im Dschungelgebiet über der Höhle suchen, durch die sie die Gruppe evakuieren können, ist der schwindende Sauerstoff ein untrügliches Zeichen dafür, dass es keinen Schacht zu geben scheint, der von der Kammer direkt nach draußen führt.

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