Mesut Özil tritt aus der Nationalmannschaft zurück

Der Deutsche Fußball-Bund hat den von Mesut Özil erhobenen Vorwurf des Rassismus zurückgewiesen. Wenn beispielsweise Oliver Bierhoff als extrem erfahrener, hochrangiger Mitarbeiter des DFB Äußerungen von sich gibt und sich anschließend missinterpretiert fühlt, ist da etwas gewaltig schief gelaufen.

Außerdem kritisierte er den Verband dafür, auf öffentliche Kritik an Rekordnationalspieler Lothar Matthäus verzichtet zu haben, als dieser sich am Rande der WM mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat fotografieren lassen. Dann mutmaßt der als Nationalspieler Zurückgetretene, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass er Moslem sei. Allerdings verzichtete dieser im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden erstmals bei einem großen Turnier auf seinen Spielgestalter. Es habe Fehler in der Kommunikation beim DFB gegeben, sagte er im Interview mit der dpa. Aber mit wem möchte er sie teilen?

Gut, dass sich Özil endlich erklärt. Nachdem der 29-Jährige in den letzten Wochen zum Feindbild vieler Deutschen geworden ist, tritt er nun aus der Nationalmannschaft zurück. Özil indes schwieg wochenlang, ehe er sich am Sonntag mit seinen über mehrere Stunden verteilten Erklärungen zu Wort meldete.

Auch das Innen- sowie Außenministerium äußerten sich zur Causa Özil. Aber es wird nicht die einzige Frage bleiben.

Bodo Illgner, ehemaliger Nationalkeeper und Weltmeister von 1990: "Danke Mesut Özil für tolle Leistungen beim DFB-Team und Real Madrid!"

Zuvor hatte der Arsenal-Spielmacher seine Bilder mit dem umstrittenen Staatschef Erdogan wortreich verteidigt und politische Absichten bestritten. Und es macht bumm-bumm in der Muttersprache seiner dritten Wahlheimat. "Ich hätte ihm am liebsten den Puls gefühlt, weil ich das überhaupt nicht für möglich hielt", erzählte Tönnies einige Jahre später.

Auch in Frankreich war eine ähnliche Diskussion nach der gewonnen WM aufgekommen. Dabei geht Uli Hoeness mit dem Weltmeister von 2014 am schärfsten ins Gericht. "Ich kann nachvollziehen, dass das schwer zu verstehen ist, da in den meisten Kulturen der politische Führer nicht von der Einzelperson getrennt werden kann". Was hat er besser gemacht als Özil? Er habe mit seinem Treffen dem höchsten politischen Amt der Heimat seiner Familie Respekt gezollt, nicht Erdogan als Person, schreibt er. Dass Özil seine Gedanken nur auf Englisch und nicht auf Deutsch verbreitet habe, habe wahrscheinlich daran gelegen, dass wohl das Management und nicht der Fußballer selbst die Erklärung verfasst und versendet habe, so Überall. Also höflich ausgedrückt: Özil wurde der Rücktritt nahegelegt.

Ihr werdet alle manipuliert von diesen Online-Boys.

Er sei Fußballspieler und kein Politiker. Aber welchen deutschen Fan interessiert das?

Er habe Präsident im Mai in London bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung getroffen.

In den Reihen des DFB will Özil fremdenfeindliche Tendenzen erkannt haben. Was soll das sein, wenn nicht Größenwahn? "Er ist stur geblieben, so wie das auch von ihm zu erwarten ist, wie das seine Art ist", sagte Stenger. Özil keilt jetzt zurück. Sportminister Mehmet Kasapoglu schrieb am Sonntagabend auf Twitter: "Wir unterstützen die ehrenhafte Haltung unseres Bruders Mesut Özil von Herzen".

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel dankte Özil auf Twitter für dessen Leistungen im Nationalteam und ergänzte: "Und weil es um mehr geht: An alle Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Wurzeln: Wir gehören zusammen und wir akzeptieren Rassismus never ever". "Sie nannten diese Situation "Krisenmanagement", ließ Özil wissen, ohne den Namen des Sponsors konkret zu nennen.

But what a nonsense created by a turkish-german-english Weltbürgerfußballer is that?

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