US-Medienberichte: Spannungen in US-Regierung wegen Trumps Russland-Kurs

Die Meinungsforscher behaupten, so The Hill, die Ergebnisse zeugten von der Fähigkeit der US-Bürger, das langfristige Interesse des Staates von der negativen Medienberichterstattung über Trumps ersten Gipfel mit Putin in Helsinki trennen zu können. Auch nicht, dass "Experten", die sich nun über Trump beklagen, zu ebendiesem Tiefstand beigetragen haben. Trump habe seinen Nationalen Sicherheitsberater damit beauftragt, Putin im Herbst nach Washington einzuladen, hieß es in einer Erklärung.

Das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf Mitarbeiter des Weißen Hauses, würde Trump eine russische Einmischung in die Wahlen 2016 tatsächlich akzeptieren, würde dies seinen Sieg entwerten - "und unfairerweise Zweifel an der Legitimität seiner Präsidentschaft säen", erklärte ein Mitarbeiter die Denkweise von Trump. Aber das, was dann kam, war selbst für den US-Präsidenten eine bemerkenswerte Leistung: Ganze sieben Tage hat Trump dafür gebraucht, um mehr als 70 Jahre Nachkriegsordnung auf den Kopf zu stellen.

Nach einem Bericht der "New York Times" sind Trump bereits zwei Wochen vor dessen Amtseinführung im Jänner 2017 streng vertrauliche Geheimdienstinformationen gezeigt worden, wonach Putin persönlich Cyberangriffe auf die US-Wahlen angeordnet haben soll. Er machte jedoch deutlich, dass er mit Trumps Entscheidung zu einem Vier-Augen-Gespräch mit Putin nicht einverstanden gewesen sei.

Ein Großteil der westlichen Welt und viele Amerikaner schütteln wieder einmal den Kopf über das Verhalten des US-Präsidenten. Die Einmischung Russlands ist für die US-Geheimdienste bewiesen. Die Initiative der Demokraten, die Dolmetscherin Donald Trumps im Kongress vorzuladen, hat zwar wegen des republikanischen Widerstands keine Chance auf Erfolg.

Der Auftritt von US-Präsident Donald Trump nach dem Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin stößt bei den amerikanischen Wählern mehrheitlich auf Missfallen.

Trump bezog sich damit auf Aussagen Ruhanis, der den US-Präsidenten mit Blick auf das Öl-Embargo und die Wirtschaftssanktionen davor gewarnt hatte, mit dem Feuer zu spielen. Stattdessen erweckte der US-Präsident den Eindruck, den Erkenntnissen der eigenen Geheimdienste und Putins Beteuerung, Russland habe nichts mit den Hackerangriffen zu tun gehabt, das gleiche Gewicht zu geben. Auf diese hatte Trump geantwortet: "Ich habe Vertrauen in beide Seiten". Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kreml-Chef in Helsinki fuhr Trump einen Kuschelkurs, der in den USA ein schweres Nachbeben auslösen sollte. Der Unmut verschärfte sich noch, als Trump später behauptete, er habe sich auf der Pressekonferenz bloss versprochen. US-Geheimdienstchef Dan Coats wurde mit der Nachricht live im TV konfrontiert. "Trump wollte auch sagen, dass Putin NICHT in Ordnung ist", twitterte Corn.

Trump erwägt indes, mehreren Ex-Geheimdienstvertretern ihre spezielle Sicherheitsgenehmigung zu entziehen. Die "Bloß keine neuen Schulden"-Partei schaut zu, wie durch Trumps Steuerreform und die Milliarden-Mehrausgaben fürs Militär Amerikas Staatsverschuldung in die Höhe schnellt".

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