Waldbrände in Griechenland - Lage leicht entspannt

In Griechenland ist diese so verheerend, dass es zu enormen Bränden kam.

Zuvor hatte der staatliche griechische Rundfunk berichtet, das bisher 24 Menschen ums Leben gekommen seien. Die Brände, die bewohnte Gebiete bedrohen könnten, seien unter Kontrolle oder vollständig gelöscht. Im Osten von Athen wurden mehr als 200 Häuser beschädigt. Rettungsteams entdeckten am Dienstagmorgen 26 Leichen an einem Steilhang. Im Westen bricht ein Feuer aus und zerstört mehrere Häuser. Eine andere Überlebende erzählte im Sender Star mit Tränen in den Augen davon, wie sie eine behinderte Freundin verlor, die bei ihrem Fluchtversuch im Meer ertrunken sei. Die Menschen seien in ihren Häusern oder Autos von den Flammen eingeschlossen worden. Ein Journalist des Staatssenders ERT, der selbst zum Zeitpunkt des Feuers mit seiner Familie dort war, schilderte die fehlende Infrastruktur und Vorbereitung auf solche Katastrophenfälle. Die Mutter hatte ihr Kind schützend mit ihrem Körper abgeschirmt, bevor beide verbrannten. Die sozialen Angriffe auf die griechische Arbeiterklasse auf der einen Seite und die Privatisierung und Deregulierung des Staates im Interesse von Unternehmern und Oligarchen auf der anderen Seite haben die Klassenspannungen in Griechenland auf einen Siedepunkt gebracht. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter, die EU werde "keine Mühen scheuen, um Griechenland und dem griechischen Volk zu helfen". Doch wie konnte es so weit kommen? Der Zivilschutz hatte am Sonntag vor großer Waldbrandgefahr gewarnt.

Nicht nur in Deutschland herrscht wegen der hochsommerlichen Temperaturen Dürre. Die Löscharbeiten werden auch durch starke Winde und durch die Dunkelheit erschwert.

Angesichts des angerichteten Leids scheint der Gedanke absurd, dass die Brände bewusst gelegt worden sein könnten - doch schon wenige Stunden nach dem Ausbrechen der Brände hatte Griechenlands Premier Alexis Tsipras von Brandstiftung gesprochen.

Wegen der starken Rauchbildung wurde die Autobahn Athen-Korinth am Montagnachmittag geschlossen, teilte die Verkehrskontrolle mit. Und die zweite Front - entlang der Ostküste Athens - ist ein riesiges Urlaubsgebiet. Das Feuer verschlang nicht nur den Wald, sondern auch viele Ferienhäuser und Wohnungen, die zwischen den Pinien stehen. Die Flammen fegten mit hoher Geschwindigkeit über das Gelände.

Tausende Menschen suchten Zuflucht an den Stränden.

Vielen blieb nur die Flucht über das Wasser, wie hier in Mati. Insbesondere im Ferienort Mati und in Kokkino Limanaki, einem Viertel der rund 40 Kilometer von Athen entfernten Hafenstadt Rafina, wurden noch weitere Opfer befürchtet. "Wir suchen von Haus zu Haus". Meiden sollten Urlauber jetzt vor allem eine bestimmte Region.

Erste Inspektionen zeigten, dass ganze Stadtviertel der Ferienstädte Rafina, Mati und Nea Makri im Osten Athens völlig zerstört sind.

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