Bei Schweinsteigers emotionalem Abschied fließen die Tränen

Eine Bayern-Legende sagt Servus: Bastian Schweinsteiger verabschiedete sich in München offiziell von seinem Heimatverein. Beim 4:0 (2:0) des deutschen Fußball-Meisters gegen Schweinsteigers aktuellen Verein Chicago Fire spielte der 34-Jährige in der zweiten Hälfte zur Freude der 75 000 Zuschauer in der Allianz Arena nochmals zusammen mit den alten Kameraden wie Arjen Robben, Thomas Müller oder Franck Ribéry, mit denen er 2013 die Champions League gewonnen hatte. Es ist eine Ehre, nochmal für den FC Bayern spielen zu dürfen", rief Basti nach dem Spiel über das Mikrofon unter großem Jubelgeschrei seinen Fans zu, "ich bin einer von euch. Insgesamt 17 Jahre trug er das Trikot mit der 31, wurde achtmal deutscher Meister, holte sieben Pokalsiege, einmal die Champions League.

Emotionaler Moment kurz vor dem Abpfiff: Schweinsteiger trifft bei seinem Abschiedsspiel sehenswert nach einer Flanke von David Alaba. Die spannende Frage nur: Würden es die Bayern schaffen, Schweinsteiger irgendwie ein Tor auf den Fuß zu legen?

Die letzten emotionalen Prüfungen hatte Schweinsteiger dann nach Abpfiff zu überstehen: Im erneut abgedunkelten Stadion durfte er sich Grußbotschaften von Freunden und Stars ansehen. Ein Blick zurück auf eine glanzvolle Karriere.

Am Ende verliert er zwar den Kampf gegen die Tränen - aber er gewinnt noch einmal die Herzen unzähliger Fußballfans - in der ausverkauften Münchner Allianz Arena ebenso wie bei Millionen Fernsehzuschauern. Präsident Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge überreichten Schweinsteiger kurz vor dem Anpfiff eine Fotocollage, einen Trachtenhut mit Gamsbart und eine Charivari, eine Schmuckkette für einen Trachtenanzug.

DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger überraschte beim. Inzwischen verdient er in den USA bei Chicago Fire sein Geld. "Im Spiel und auch privat", so Podolski in seinem vom "Express" veröffentlichen Schreiben. "Ich hatte wunderbare Jahre beim FC Bayern", sagte Schweinsteiger.

Der Profi des japanischen Erstligisten Vissel Kobe erinnerte auch an die gemeinsame Zeit der beiden Weltmeister von 2014 bei Rekordmeister Bayern München: "Als ich nach München gewechselt bin, da hast du mir viel geholfen". Zwei, drei Jahre könne es schon noch gehen, "aber ich schaue von Jahr zu Jahr". Eine Rückkehr nach Deutschland, eine Rückkehr nach der Karriere zum FC Bayern sind aktuell keine Themen.

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