Nach Lungentransplantation bei Niki Lauda: Ärzte sind zuversichtlich

Mittlerweile ist der berühmte Patient aber schon wieder bei vollem Bewusstsein und kann selbstständig atmen.

"Wichtig ist die mentale Einstellung des Patienten".

Wie ernst es um Niki Lauda stand, erfuhr die Welt erst nach der erfolgreich durchgeführten Lungentransplantation. "Die Voraussetzung ist somit ideal". Anschließend besteht die Gefahr, dass der Körper das Organ abstößt. Dass Patienten bei Herz- oder Lungentransplantationen über 60 Jahre alt seien, sei jedenfalls keine Seltenheit.

Im Klinikum verhandelte er unterdessen mit Ryanair-Chef Michael O'Leary über die Veräußerung seiner verbliebenen Anteile an der Fluggesellschaft Laudamotion, an der Ryanair inzwischen schon 75 Prozent hält. Der 69-Jährige muss sich einer Lungentransplantation unterziehen. Mittlerweile wurde sie erfolgreich abgeschlossen, der Beatmungsschlauch entfernt.

Laudas Gesundheitszustand sei schließlich so schlecht gewesen, dass die Transplantation höchste Dringlichkeit hatte, sagte sein Arzt Klepetko. Dem ehemaligen Rennfahrer war am Donnerstag eine Lunge transplantiert worden.

Lauda, in der Motorsport-Königsklasse 1975, 1977 und 1984 Weltmeister, hatte sich infolge seines schweren Feuerunfalls 1976 auf dem Nürburgring in der Vergangenheit bereits zwei Nierentransplantationen unterzogen. "Wie kann der Depperte wieder fahren, wenn er gerade verbrannt ist?", fragte Lauda einmal.

Am Freitag hieß es vom AKH, dass es Lauda den Umständen entsprechend gehe. Es dauere sicher länger als drei Wochen, meinte er. Er sagt angeblich: "Auf jeden Fall - kein Problem". Und tatsächlich: Mit unbändigem Willen und eiserner Disziplin gelingt es ihm, 42 Tage nachdem er nur knapp dem Tod im Flammeninferno entronnen war, ins Cockpit zurückzukehren. Er erlitt damals schwerste Verbrennungen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Mercedes war bereits mehrere Wochen in der Klinik, nachdem er sich beim Familienurlaub auf Ibiza mit einer Sommergrippe herumärgern musste.

Niki Lauda mit Toto Wollf und dessen Ehefrau Susie.

"Die Genesung, der er gegenübersteht, ist kein Rennen".

Das Allgemeine Krankenhaus in Wien gilt als Spezialklinik für Lungentransplantationen.

Lauda hatte sich in den vergangenen Wochen beim Formel-1-Zirkus rargemacht. "Für uns alle bei Mercedes ist er unser Vorsitzender, unser Mentor und unser Freund".

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