NEWSTIME Neues Enthüllungsbuch über Trump prosieben.de

Die Verwaltung bemühe sich um Verbündete, die Trump als Rivalen verspotte.

Woodward berichtet auch über die Verzweiflung im Weißen Haus über Trumps Twitter-Arien.

Das Weiße Haus wies die Darstellungen Woodwards mittlerweile scharf zurück.

In einem anonymen Gastbeitrag in der "New York Times" schlägt ein hochrangiger Verwaltungsbeamter Alarm wegen der "Amoraliät" und des "impulsiven Führungsstils" des US-Präsidenten. Die "New York Times" kennt eigenen Angaben zufolge den Namen des Autors. Eine Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Amerika vor Trumps schlimmsten Instinkten zu bewahren und Schaden vom Land abzuwenden.

Woodward hatte das Buchmanuskript schon abgeschlossen, als Trump ihn Anfang August anrief und der Aufzeichnung des Gesprächs ausdrücklich zustimmte. Die Zeitung muss sich entschuldigen, wie sie es bereits nach der Präsidentschaftswahl für ihre katastrophale Beleuchtung der Trump-Kampagne getan habe.

Die vermeintlich unscheinbare Erklärung ist wohl beispiellos und verdeutlicht das Ausmaß des Chaos, in dem sich die Regierung von Donald Trump befindet: Tatsächlich fühlte sich der Vizepräsident der USA am Donnerstagmorgen genötigt, öffentlich zu versichern, dass er keine Verschwörung gegen den Präsidenten anführt. Und wie nicht anders zu erwarten, zeichnen die ersten Auszüge aus dem Buch ein mehr als verstörendes Bild von Donald Trump. "Das ist, denke ich, der Grund, warum alle von uns die guten Leute um den Präsidenten herum ermuntern zu bleiben".

Das Weiße Haus nannte den Bericht feige. Er hatte damals eine anonyme Quelle, die sich "Deep throat" (Tiefe Kehle) nannte - es sollte sich Jahrzehnte später herausstellen, dass es sich um den stellvertretenden FBI-Direktor handelte. Das steht in einem neuen Enthüllungsbuch, das sich Trump widmet. Neun Bände über amerikanische Präsidenten.

Trump selbst forderte den Autor des Beitrags auf, sich zu stellen. Und: Beim Web-Portal "MyBookie" kann man wetten, wer das geheimnisvolle Phantom ist – die Liste ist ein "Who-is-Who" der US-Regierung. Er vertraut kaum jemandem mehr in seinem Umfeld.

Der Meinungsbeitrag einer für die Regierung arbeitenden Person geht hart mit Trump ins Gericht. "Deshalb sind wir entschlossen, alles zu tun, was wir können, um unsere demokratischen Institutionen zu bewahren und die am meisten fehlgeleiteten Impulse von Herrn Trump zu konterkarieren, bis er aus dem Amt ist".

Dass in Regierungszirkeln darüber nachgedacht wurde, zeigt, wie dramatisch die Lage in Trumps eigener Administration eingeschätzt wird. Trump hat jedenfalls bisher einiges an Stehvermögen gezeigt. Stabschef Kelly wird mit der Aussage zitiert: "Trump ist ein Idiot".

Twitter-Nutzer, die den Ausschnitt aus der Rede sahen, den der Journalist Josh Marshall auf Twitter gepostet hatte, gingen weniger auf Trumps Spekulationen als auf seinen Versprecher ein. Umfragen zufolge könnten Trumps Republikaner mindestens eine Kammer an die Demokraten verlieren.

"Es mehren sich die Zerfallserscheinungen". Es erinnert an den letzten Akt von "Macbeth". Seine Leistungen innerhalb von weniger als zwei Jahren seien erstaunlich.

Kurz danach ist es um Macbeth geschehen.

Auf der Strecke der Trump-Präsidentschaft bleiben auch all jene Studenten in den USA, die ihr Studium mit einem Kredit finanzieren müssen.

Die Affäre um Trumps Maulwurf wird immer heftiger, wetten?

Was den Präsidenten derzeit noch schützt, ist der konservative Echoraum aus Fox-News und anderen. Er warf seiner Heimatzeitung, mit der ihn eine jahrelange Hassliebe verbindet und die führend bei der Aufdeckung von Skandalen rund um Trump ist, die Begünstigung von "Hochverrat" vor.

Ausgabe: