MEZ - Winterzeit beginnt am Sonntag

Aus drei mach zwei - in dieser Nacht wandert der Stundenzeiger wieder zurück. Die Uhren werden also um 60 Minuten zurückgedreht und der Sonntag bekommt damit 25 Stunden. Vielleicht werden also am Sonntag zum letzten Mal die Uhren auf Winterzeit gestellt. Dazu Fragen und Antworten. Auf diese Weise erreichen Reisende ihre Ziele morgen früh fahrplanmäßig und nicht bereits eine Stunde zu früh.

Die Uhren werden wie jedes Jahr wieder umgestellt und die Winterzeit kommt. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten mehrheitlich zustimmen, damit dieser Plan umgesetzt werden kann. Das dauert erfahrungsgemäß lange. In Deutschland gibt es eine deutliche Mehrheit, die für den Beibehalt der Sommerzeit ist.

Die Kommission hat angeregt, die Zeitumstellung zu beenden. Eine einheitliche Sommerzeit sollte diesen "Zeitsalat", wie es das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" 1977 nannte, beseitigen.

Geht es nach der Europäischen Kommission, soll die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung in der Europäischen Union ab 2019 der Vergangenheit angehören.

Gemäss EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will die EU das Resultat der Abstimmung sehr ernst nehmen. Auch das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag kam in einer Analyse zu dem Schluss, dass die energetischen Aspekte kaum ins Gewicht fallen. Vermutlich bleibt also vorerst alles beim alten. Das wird als Versuch gewertet, sich volksnah zu geben.

Die EU-Kommission hatte im September einen Vorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung vorgelegt, der auf einer entsprechenden Internet-Befragung durch die Brüsseler Behörde fußt. So à la "wir können auch anders". Im grenzübergreifenden Bahnverkehr oder bei Flugreisen wäre das zumindest lästig. Wie könnte sie sich auf den EU-Binnenmarkt, den Warenhandel, Bahn- oder Flugverkehr auswirken? Bei stark ausgelasteten Flughäfen sei es aber oft nicht ohne Weiteres möglich, Slots eine Stunde nach vorne oder nach hinten zu verlagern, hieß es weiter.

Europa erstreckt sich momentan über vier Zeitzonen. Acht Länder - unter ihnen Bulgarien, Estland, Finnland, Griechenland und Zypern - sind eine Stunde voraus. Entschiedener Befürworter für ein Ende der Umstellung ist aber Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Seit 1980 gilt nun das Verschieben der Zeit in Deutschland, 1981 schloss sich die Schweiz als letztes Land in Mitteleuropa der durch Zeitumstellung geschaffenen Sommerzeit an. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bevorzugt die Sommerzeit.

Das bisherige Meinungsbild ist durchaus gespalten. Demnach halten nur 17 Prozent der Teilnehmer die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit für sinnvoll. Portugal möchte den halbjährlichen Wechsel beibehalten. Aus den anderen Staaten gibt es keine offiziellen Positionen.

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