Nato startet Großmanöver in Norwegen - Politik

Trainiert wird in Norwegen zwei Wochen lang unter dem Kommando von US-Admiral James Foggo das internationale Zusammenspiel der Truppen aus 29 Nato-Staaten plus Schweden und Finnland.

Die Kriegsübung der Nato gründet auf einer falschen Annahme.

US-Soldaten der 24th Marine Expeditionary Unit auf dem Weg zu einem Feldlager für das Nato-Großmanöver. Schwarzer Qualm aus armdicken Abgasrohren verdunkelt den Himmel, der Lärm ist ohrenbetäubend.

Als größte Übung seit dem Kalten Krieg sorgt Trident Juncture 2018 für mächtigen Wirbel. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die USA haben zudem den Flugzeugträger "Harry S. Truman" entsendet. Vor 59 Jahren kam ich als Sohn eines kanadischen Offiziers auf dem Stützpunkt Rheindahlen in Deutschland zur Welt.

Stoltenberg betonte aber auch: Die Großübung diene nur der Abschreckung, sei rein defensiv und richte sich gegen niemanden. Dies ist meine fünfte Entsendung nach Europa. Gemäß Beistandsartikel 5 eilen die Verbündeten zu Hilfe, um die Aggression zurückzuschlagen. Angesichts der Spannungen mit Russland will die Allianz auch ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen.

"In den vergangenen Jahren hat sich das Sicherheitsumfeld in Europa deutlich verschlechtert", erklärte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in einer Pressekonferenz zum Manöver. Das größte Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges Manöver hatte in der Nacht zum Donnerstag begonnen. Und diese Herausforderung hört nicht auf den Weltmeeren auf, sondern erstreckt sich auch auf die anderen wichtigen militärischen Gebiete.

Wie in den Statuten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) vorgesehen, wurden Russland und Weißrussland zur Beobachtung eingeladen.

Simuliert wird die Verteidigung eines Nato-Mitgliedslandes.

Um glaubhaft abschrecken zu können, müsse man die Stärke des Bündnisses zeigen. Allerdings war auch schon zu Zeiten der regelmäßigen Nato-Übungen während des Kalten Krieges der deutsche Anteil an solchen Manövern sehr hoch. Dies dürfte auch diesmal der Fall sein, was Informationen über das Nato-Manöver und militärische Großübungen Russlands ebenso einschließe wie militärische Flüge über der Ostsee, berichten die Zeitungen weiter. Beide gehören zwar nicht zur Nato. Im Radioprogramm "SWR Aktuell" sagte der außenpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament: "Russland macht jährlich ein Manöver, zuletzt haben sie ein Manöver mit China gemacht".

Moskau hat sich darüber hinaus beunruhigt gezeigt, dass die USA und Großbritannien unabhängig von "Trident Juncture" ihre Präsenz in Norwegen verstärken. Das Kerngebiet der Übung befinde sich tausend Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

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