Hollywood trauert um Comic-Legende Stan Lee

Dem entsprechend ist auch in Hollywood die Trauer groß. Er erreichte das biblische Alter von 95 Jahren, und das, zusammen mit seinem unbändigen Einsatz für seine Schöpfungen, seinem verschmitzten Humor und seinen zum Kult gewordenen Cameo-Auftritten in den Marvel-Verfilmungen, machte ihn bis zuletzt zum absoluten Kultstar der Comicindustrie.

Er repräsentiert über ein halbes Jahrhundert Comic-Geschichte wie kein anderer vor ihm: Stan Lee, der "Erfinder" von Comic-Helden wie Spider-Man, Hulk und den X-Men, ist tot. Lee's Tochter J.C. Lee berichtet TMZ das ihr Vater am frühen Morgen des 12 Novembers in das Cedars-Sinai Medical Center gebracht wurde und später im Krankenhaus verstarb. Viele Fans und Stars nahmen via Social Media Abschied vom Altmeister. (53, Ironman): "Ich schulde dir so viel..." "Lee hatte seinen Durchbruch mit zweidimensionalen Figuren", urteilte der Comicautor Alan Moore einmal in einem BBC-Interview über seinen Kollegen. "Wir werden dich vermissen!"

Stan Lee liebte sein Leben.

Lee gelang es in den 1960er Jahren, die Comicindustrie neu zu beleben, indem er Superhelden mit menschlichen Schwächen entwarf. (Iron Man), Scarlett Johannson (Black Widow) und Chris Hemsworth (Thor) weitere Schauspieler zu sehen, die Lees Superhelden auf der Leinwand verkörperten. Jahrzehntelang versorgte er jung und alt mit Abenteuern, Trost, Inspiration, Stärke, Freundschaft und Freude. Er strahlte immer Liebe und Höflichkeit aus und wird bei so Vielen bleibende Spuren hinterlassen. Die Arbeit von Lee wurde immer weniger und so spielte er gar mit dem Gedanken, der Comic-Welt wieder den Rücken zu kehren. "Du hast uns gezeigt, dass unsere Zukunft keine Grenzen hat, solange wir unsere Vorstellungskraft nicht vergessen". In den 40ern sammelte er bei Timely Comics - was später zu dem heute bekannten Marvel wurde - erste Erfahrungen in der Comicbuch-Branche.

Fehler können passieren. Blöd nur, wenn dieser auf der Titelseite einer Zeitung auftaucht: Anstelle des Todes von Comic-Schöpfer Stan Lee verkündete ein Blatt in Neuseeland, Spike Lee wäre verstorben - der amerikanische Regisseur ist allerdings quicklebendig.

Er galt als Genie der Superheldencomics, schaffte sich ein eigenes Universum und machte aus dem kleinen Verlag Marvel Comics ein großes Medienunternehmen.

Als er seinem Verleger die Geschichte vorgestellt habe, habe dieser gesagt: "Stan, das ist die schlechteste Idee, die ich je gehört habe". "Er war ein legendärer Superheld, den ich nie vergessen werde". Selbst als er kurz nach einer Herz-OP persönlich nicht an einem Drehort sein konnte, wurde Lee übergroß auf eine Häuserwand gezeichnet.

"Ich denke, die Welt hat sicherlich Platz für schwule Superhelden", so Stan Lee. Dass er in fast jeder Marvel Film- und TV-Produktion einen Gastauftritt hatte, befeuerte den Personenkult um die Comic-Ikone. Was bleibt, sind seine Helden.

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