Midterms 2018: Wird Trumps Macht eingedämmt? Beobachter rechnen mit hoher Wahlbeteiligung

Bei den Midterm Elections wird sich zeigen, wie viel Rückhalt der aktuelle US-Präsident Donald Trump und seine Partei in der amerikanischen Bevölkerung hat. Verlieren die Republikaner die Mehrheit in einer Kammer, muss Donald Trump gegen erheblich mehr Widerstände anregieren. Mit seinen Dauer-Tweets, einer Serie von Kundgebungen und einem regelrechten Kulturkampf gegen Einwanderer versucht Trump seine Basis bei Laune zu halten. Er würde als Sieger aus der Wahl hervorgehen - und könnte die von ihm geplanten Gesetze und den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko mit Unterstützung der Kammern durchsetzen. Auch ein Impeachment-Verfahren könnte das Repräsentantenhaus einleiten. Hier haben die Demokraten die Möglichkeit, die Mehrheit zu erlangen.

Doch erst einmal einmal: Was wird überhaupt gewählt? Bei den Zwischenwahlen, den sogenannten Midterms, werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat vergeben.

In New York war Alexandria Ocasio-Cortez, eine 29 Jahre alte Parteilinke mit puertoricanischen Wurzeln, über Nacht zur Hoffnungsträgerin für die politische Wende im Repräsentantenhaus geworden.

Außerdem werden zeitgleich auch noch in 36 Bundesstaaten und drei Außengebieten neue Gouverneure gewählt. Viele vertreten tendenziell konservative Bundesstaaten wie Nord-Dakota, Indiana oder Ohio. Die Parlamentswahlen gelten als Referendum über die umstrittene Politik von Präsident Donald Trump. Einen Vorteil kann sich daher die Partei herausarbeiten, der es gelingt am meisten Menschen zu mobilisieren. Entscheidend sind häufig die "Swing States".

Im schlimmsten Fall hat der Präsident es in beiden Kammern mit einer oppositionellen Mehrheit zu tun.

Deutlich zurückhaltender gaben sich viele demokratische Kandidaten. Laut "Fivethirtyeight" ist es jedoch zu rund 84 Prozent sicher, dass die Demokraten wieder die Oberhand gewinnen.

Warum sind die Kongresswahlen so wichtig? Die Ergebnisse könnten dann Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren sein, das das Repräsentantenhaus mit einfacher Mehrheit beschließen kann. Wer holt die Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus? Am Montagnachmittag und -abend (Ortszeit) absolvierte er noch drei Wahlkampfauftritte in drei Staaten. Für die tatsächliche Amtsenthebung wäre aber eine Zweidrittelmehrheit im Senat notwendig - und die ist ausgeschlossen.

Ganz anders sieht es im Repräsentantenhaus aus: Dort beziffert der renommierte Wahlforscher Nate Silver die Chance auf einen Machtwechsel in seiner aktuellen Prognose auf 85 Prozent.

Was würden demokratische Mehrheiten in den beiden Häusern bedeuten?

Dafür müssen sie zusätzlich 23 Sitze erhalten. Wahlexperten rechnen mit einer Beteiligung von insgesamt 45 Prozent.

Für die Demokraten geht es aber noch um mehr, nämlich um die Frage nach ihrer zukünftigen Ausrichtung. In Umfragen lag O'Rourke kurz vor der Abstimmung allerdings noch hinter Cruz.

Zuerst vereitelten die Behörden ein Dutzend Paketbombenanschläge auf Top-Demokraten - darunter Obama - und den Nachrichtensender CNN, wobei sich der mutmaßliche Täter auch auf Trumps Rhetorik gegen die politischen Gegner berief.

Georgia: Stacey Abrams könnte die erste schwarze Frau werden, die je in einem US-Staat das Gouverneursamt bekleidet hat. Obama war bei wichtigen Gesetzesvorhaben auf Stimmen der Republikaner angewiesen - seine Macht war beschnitten. Gillum ist fortschrittlich ausgerichtet, DeSantis gilt hingegen als "Trump-Klon", wie der "Spiegel" schreibt. Darüber hinaus könnte er theoretisch sogar den Präsidenten absetzen. Traditionell nutzen die Wähler die Gelegenheit, um mit dem Präsidenten abzurechnen.

Das IBD-Institut, das damals den richtigen Riecher für Trump bewies, sieht diesmal einen Neun-Punkte-Vorsprung für die Demokraten. Er tritt in Texas bei der Senatorenwahl gegen den republikanischen Amtsinhaber Ted Cruz an.

Vielerorts liefen sich die Kandidaten beider Parteien aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Es wird also eine äußerst spannende Wahlnacht mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen erst am frühen deutschen Mittwochmorgen.

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