Liveblog zum CDU-Bundesparteitag: Wer gewinnt den Kampf an der CDU-Spitze

Herr Bundestagspräsident, waren Sie froh, als Angela Merkel angekündigt hat, sie werde nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren? "Dafür bietet Annegret Kramp-Karrenbauer aus meiner Sicht die beste Gewähr".

Zu den Merz-Anhängern gehört auch der Bietigheimer Landtagsabgeordnete Fabian Gramling: "Ich glaube Friedrich Merz ist die beste Wahl und ich bin optimistisch, dass er zum Vorsitzenden gewählt wird". Oder ob die von Merkel mutmaßlich unterstützte Kramp-Karrenbauer die CDU in den Spuren der Kanzlerin weiterführe.

Haase: Nein, so würde ich es nicht sagen. Einig waren sich die Delegierten in zwei Dingen: Es gebe "drei starke und fähige" (Anke Fuchs-Dreisbach, Berleburg), "exzellente" (Sensburg), "wirklich geeignete Kandidaten" (Klein) - und es wird "eine spannende, knappe Wahl" (Schneider). Die Wahl des oder der Nachfolger/in wird aus diesem Grund auf dem 31. Parteitag der CDU am Freitag (07.12.) und Samstag (08.12.) mit besonderem Augenmerk der nationalen und internationalen Presse beobachtet. Nur sie könnte die Partei zusammenzuhalten, findet der frühere Bundesarbeitsminister. "Ich kann mir gut vorstellen, dass auch im Personalvorschlag für den Generalsekretärsposten die Breite unserer Volkspartei sichtbar wird", sagte Laschet. Auch nach der massiven Schäuble-Werbung für Merz sei der Ausgang des CDU-Parteitags völlig offen: "Das sagt gar nichts aus über das tatsächliche Ergebnis der geheim abstimmenden Parteitagsdelegierten". Auch wenn im Land bei den 154 wohl eine leichte Tendenz Richtung Merz auszumachen sein soll, gab Landeschef Thomas Strobl keine Wahlempfehlung. Er verspricht, verlorene Wähler von der AfD zurückzugewinnen und dafür zu sorgen, dass die Politik der CDU sich klar von der SPD unterscheidet. Schäuble wolle daher das "Augenmerk der Delegierten auf die nächst größere Aufgabe" richten. Jeder Delegierte wird sich ein Urteil bilden und genau diese Frage beantworten müssen.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mahnte die CDU, nach dem Parteitag nicht durch einen Rechtsruck die Mitte der Gesellschaft aufzugeben.

Nun gehe es darum, "dass wir den Rückenwind - egal wer der oder die neue Vorsitzende ist - auch halten", sagte Heintze. Es läuft ja darauf hinaus, dass der Parteivorsitzende den ersten Zugriff auf eine Kanzlerkandidatur hätte. "Dieses Feuer müssen wir bewahren". Kramp-Karrenbauer gilt als Favoritin Merkels. Alle drei Köpfe stehen für etwas Eigenständiges. Zur Finanzierung will Kramp-Karrenbauer Steuermittel heranziehen. "Sie hat ihren Job als Generalsekretärin ausgesprochen gut gemacht".

Die Wahl des neuen Parteichefs oder der neuen Parteichefin ist laut Statut geheim und erfolgt durch Stimmzettel.

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